3 Monate Losprobiert: Alte Pläne, neue Pläne, Tiefs und Hochs

Kaum zu glauben, aber wahr: Mein erster Eintrag auf dieser Seite ist jetzt ziemlich genau drei Monate her. Drei Monate, in denen unheimlich viel passiert ist. Hier auf dem Blog, in meinem Leben und überall woanders. Für mich persönlich gab es bisher glaube ich noch keine Zeit in meinem Leben, in der so viel und gleichzeitig so wenig passiert ist. Und weil ich ein großer Fan von Reflektion und Rückblicken bin, habe ich für euch zusammengefasst, was in den letzten Monaten passiert ist.

Mein Motto für die letzten drei Monate? Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Auf dem Blog

Der Losprobiert-Instagram Feed
Nicht nur der Blog, sondern auch Instagram nimmt langsam Gestalt an

Der Plan

Angefangen hat alles ganz harmlos, Anfang März, als ich zunächst die Idee hinter diesem Blog und dann meine bisherige Losprobier-Geschichte geteilt habe. Mein ursprünglicher Plan war, euch an meinen aktuellen und bisherigen Losprobier-Erfahrungen teilhaben zu lassen, also zum Beispiel ein Rückblick auf meine Zeit als Au-Pair, die Vorbereitungen für meinen Freiwilligendienst in Indien oder kleine Veränderungen, mit denen ich mein Leben nachhaltiger gestalten wollte. Auch die Idee mit den Losprobier-Geschichten, in denen ihr eure Erfahrungen teilen und euch gegenseitig inspirieren könnt, gab es da schon. Ursprünglich hätte ich zweimal wöchentlich neue Posts veröffentlichen, im April meinen Instagram und im Juni meinen Pinterest-Account aufsetzen wollen.

Was tatsächlich geschah

Mitte März kam die böse Krise und hat sämtliche Pläne über den Haufen geworfen. Da ich vorerst mit anderen Dingen beschäftigt war (mein Leben sortieren und so), war auf dem Blog also nach exakt zwei veröffentlichten Beiträgen gleich wieder Pause. Erst nach knapp einem Monat habe ich es geschafft, wieder einen Blogeintrag zu veröffentlichen und seitdem gab es im Großen und Ganzen jede Woche einen neuen Post. Die Instagram-Pläne habe ich mehr oder weniger in die Tat umgesetzt, für Pinterest im Juni sieht es wohl eher schlecht aus. Die größte Planänderung gab es aber beim Inhalt meiner Beiträge, die doch sehr Ratgeber-mäßig geworden sind, statt sich mit konkreten Themen zu beschäftigen. In der aktuellen Situation Menschen zu ermutigen, sich ihren Traum vom Auslandsjahr zu erfüllen, kam mir irgendwie falsch vor.

Tiefen…

  • Vergleichsfrust: Als ich mir das Ziel gesteckt habe, einen Blog zu gründen, habe ich mir extra dick und fett aufgeschrieben: „Es geht um die Menschen, nicht um die Zahlen.“ Hat’s geholfen? Leider nicht. Immer wieder erwische ich mich dabei, wie ich auf Instagram Followerzahlen und Likes und auf dem Blog die Zugriffszahlen checke und danach frustriert bin. Dabei ist das völliger Quatsch. Tatsächlich bin ich in dieser Hinsicht viel weiter, als ursprünglich gedacht, was mich leider nicht davon abhält, mich mit Leuten zu vergleichen, die schon seit Jahren unterwegs sind.
  • Ideenlosigkeit: Wie gesagt wollte ich für den Anfang eigentlich zuerst über meine Auslandsaufenthalte und den Weg dorthin berichten. Da dieses Thema, wie so vieles, von einen Tag auf den anderen nicht mehr wirklich relevant war, mussten neue Ideen her. Durch die Ratgeber-Posts habe ich zwar ein bisschen einen Ausweg gefunden, aber so richtig glücklich bin ich damit noch nicht.

Und Höhen

  • Eure Rückmeldungen und Kommentare: An dieser Stelle erstmal ein großes Dankeschön an alle von euch, die hier kommentiert, auf Instagram Herzchen verteilt, gefolgt oder kommentiert oder mir persönlich Rückmeldung gegeben haben. Ich bin immer wieder überrascht, wie weite Kreise dieser Blog schon gezogen hat und ich freue mich jedes Mal, von euch und euren Erfahrungen zu hören.
  • Die erste Losprobiert-Geschichte: Kurz hatte ich die Befürchtung, dass ich niemals Menschen dazu bringen werde, ihre Geschichten zu teilen. Doch dann hat sich die liebe Sandra von ganz alleine bereit erklärt, den Anfang zu machen und erzählt, wie sie sich ihrer Schüchternheit gestellt hat.
  • Losprobier-Motivation: Da meine ganze Erfahrungen-Teilen-Geschichte ja mit Rundmails angefangen hat, war mir klar, dass es irgendwann einen Newsletter geben wird. Dass das aber so schnell und einfach geht hätte ich nicht gedacht. Jetzt kann ich euch komplett DSGVO-konform Losprobier-Motivation direkt per Mail schicken und euch dadurch auch ein paar Behind-the-Scenes-Einblicke geben. Du bist noch nicht dabei? Na dann trag dich schnell hier ein.
  • Design und Logo: Noch so etwas, was viel einfacher war als gedacht. Das Design dieser Seite habe ich zwar schon gefühlt 200 Mal bearbeitet und werde das noch mindestens genauso oft tun, aber so im Großen und Ganzen bin ich für den Start sehr glücklich.
  • Es wächst: Das hier ist der inzwischen elfte Artikel hier, so langsam füllt sich diese Seite. Und auch auf Instagram kann man auf meinem Feed jetzt schon ein kleines bisschen scrollen. Der Anfang ist gemacht!

Privat

Ein Foto von mir mit verwehten Haaren im Watt
Nordsee statt Indien … so schnell kann’s gehen

Der Plan

Bei meinem Freiwilligendienst in Indien war die Halbzeit gerade vorbei. Bis zu den indischen Sommerferien (Ende April) wollte ich neben der Arbeit im Hostel den Blog ein bisschen aufbauen. Außerdem war für die Sommerferien eine große Indien-Rundreise geplant, für die sogar meine beste Freundin aus Deutschland nach Indien gekommen wäre. Von den Erfahrungen auf dieser Reise wollte ich auf jeden Fall auf dem Blog berichten.

Was tatsächlich geschah

Mitte März kam die Nachricht, dass alle Freiwilligen schnellstmöglich nach Deutschland zurückmüssen. Zwischen der Abfahrt in Nandyal und der Ankunft bei meinen Eltern lag fast eine Woche mehr oder weniger chaotische Reise um die halbe Welt im Ausnahmezustand. Dann … nichts. Keinen Plan, keine Idee, Stillstand. Nach einer Weile war ich genervt genug von der Situation, um zumindest ein paar Bewerbungen zu schreiben. Als daraus nichts wurde, bin ich mehr oder weniger zurück zu meinem ursprünglichen Plan, mich als virtuelle Assistenz selbstständig zu machen (okay, in meinem ursprünglichen Plan wusste ich noch nicht, dass das so heißt, aber trotzdem). Ich habe mir einen Onlinekurs zum Thema und einen entsprechenden Praktikumsplatz gesucht und habe mich Hals über Kopf in die Arbeit gestürzt. Und weil das nicht gerade wenig Arbeit ist, ist das auch immer noch der aktuelle Status

Tiefen…

  • Pläne, die sich in Luft auflösen: Für die verbleibende Zeit in Indien war noch so viel geplant, was jetzt vermutlich niemals passieren wird. Angefangen bei der großen Rundreise, über Computerunterricht für die Mädchen, bis hin zu Souvenirs, die ich mit nach Hause nehmen wollte. Dadurch, dass mir letztlich 24 Stunden blieben, um meine Sachen zu packen und mich zu verabschieden, wurde daraus nichts und wird vermutlich auch niemals etwas daraus werden. Besonders ärgerlich ist das bei den Dingen, die ich eigentlich schon die ganze Zeit hätte machen können. Mal wieder eine sehr effektive Erinnerung, warum wir unsere Pläne NICHT ewig vor uns herschieben sollten.
  • Planlosigkeit: Ich mag Pläne. Ich habe eigentlich immer für alles einen Plan. Außer für die überstürzte Rückkehr ins Ausnahmezustand-Deutschland . Da hat es ein bisschen gedauert, bis ich dafür auch einen Plan hatte.
  • Heimatlosigkeit: Auch wenn ich sehr dankbar bin, dass meine Familie mich spontan wieder bei sich aufgenommen hat, war es doch eine Herausforderung, nach sieben Jahren auf einmal keinen „eigenen“ Bereich mehr zu haben, zudem ich lange nicht wusste (und immer noch nicht genau weiß), wie lange das so sein wird.

Und Höhen

  • Neue Pläne: Nachdem die Planlosigkeits-Phase überwunden war, kristallisierte sich immer mehr der Plan heraus, mich als virtuelle Assistentin selbstständig zu machen. Zum gefühlt ersten Mal in meinem Leben habe ich wirklich Geld in die Hand genommen, um in mich selbst und meine Idee zu investieren und auch wenn das im ersten Moment schon etwas Angst macht, hat sich das jetzt schon fast ausgezahlt. Es ist unglaublich, wie viele Wege sich auf einmal auftun und wie auf einmal alles zusammenpasst.
  • Neue Bekanntschaften: Vor allem über Instagram, aber auch über meinen re-aktivierten Facebook-Account habe ich in den letzten Monaten viele tolle Menschen kennengelernt, die entweder auch gerade auf dem Weg in die Selbstständigkeit oder auch schon einen oder mehrere Schritte weiter sind. Dadurch habe ich jetzt ein kleines, aber feines Netzwerk von Gleichgesinnten, was sehr gut tut. Außerdem habe ich auch über Instagram mein Praktikum gefunden, was mich meinem Traum ebenfalls deutlich näher bringt.
  • Nordsee-Urlaub: Zwar keine Indien-Reise, aber trotzdem dringend benötigte Abwechslung. Vor zwei Wochen durfte ich gemeinsam mit der Freundin, die eigentlich nach Indien fliegen wollte, eine Woche an der Nordsee in unserer kleinen Ferienwohnung verbringen. Meer, Watt, gutes Essen und viel frische Luft und schon sieht die Welt wieder ganz anders aus.

Wow, was für verrückte drei Monate. Gefühlt hat sich alles einmal um 180° gedreht und das nicht nur für mich, sondern auch für sehr viele von euch. Auch wenn ich insgeheim hoffe, dass die nächsten drei Monate etwas mehr nach (dem neuen) Plan verlaufen, werde ich mich mal überraschen lassen von dem, was da kommt. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten und hoffe, dass ihr auch weiterhin regelmäßig hier vorbeischaut (Kleiner Tipp: Am Anfang der Woche solltet ihr hier immer neue Beiträge finden 😉)

Und jetzt bist du dran: Wie waren die letzten drei Monate für dich? Was war gut und was nicht? Was steht an für die nächsten drei Monate?

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