„Ich mach das jetzt einfach!“: Der Losprobier-Moment

Kennt ihr das? Irgendwo hat seid ihr über etwas gestolpert, was euch richtig gut gefallen hat. Oder jemand hat euch eine Frage gestellt, die euch irgendwie nicht mehr loslässt. Ihr habt eine Geschichte gehört und könnt einfach nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken. Auf einmal ist da eine Idee in eurem Kopf. Eine Idee für etwas, was ihr unbedingt machen wollt. Etwas, was euch keiner zugetraut hätte. Etwas, was vielleicht im ersten Moment völlig verrückt klingt. Aber auch etwas, was euch richtig aufgeregt werden lässt, wenn ihr nur daran denkt. Etwas, von dem ihr wisst, ihr müsst das einfach probieren, weil ihr sonst nie wieder ruhig schlafen könnt. Und irgendwann, wenn ihr es einfach nicht mehr aushaltet, dann steht ihr da und sagt: „Sch*** drauf, ich mach das jetzt einfach!“

Warum der Losprobier-Moment unser Leben verändert

Diesen Moment nenne ich den Losprobier-Moment. Der Moment, in dem der Wunsch, es einfach zu versuchen, größer wird als die Zweifel, die uns davon abhalten wollen. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch diese Momente kennt. Natürlich gibt es kleinere und größere Losprobier-Momente. Vielleicht hast du dir bisher jeden Morgen beim Bäcker dein Frühstück geholt und entscheidest dich auf einmal, dir ab jetzt selbst dein Brötchen zu schmieren. Vielleicht fährst du auch seit Jahren mit dem Auto zur Arbeit, aber jetzt wagst du dich aufs Fahrrad. Vielleicht bist du unglücklich in deinem Job und entschließt dich dazu, dich woanders zu bewerben. Egal wie groß oder klein die Veränderung, am Anfang steht immer ein „Ich mach das jetzt einfach!“.

Und dann wird losprobiert. Wir setzen unsere Idee in die Tat um und schauen, ob sie funktioniert. Vielleicht stellen wir dabei fest, dass so ein selbst-belegtes Brötchen viel besser schmeckt als das vom Bäcker. Oder wir merken, dass man auf Arbeit viel bessere Laune hat, wenn man morgens mit dem Rad durch den Park zur Arbeit fährt, statt im Berufsverkehr festzustecken. Oder wir bekommen eine Zusage von der Firma, für die wir schon immer arbeiten wollten. Dann fragen wir uns, warum wir das nicht schon viel früher probiert haben und sind voller Elan und Tatendrang, gleich die nächsten Dinge zu verändern.

Zwei Stapel Autoreifen, die zu Minions umfunktioniert werden. Da hat sich wohl auch jemand gedacht "Ich mach das jetzt einfach"
Ein kreatives Losprobier-Ergebnis am Straßenrand

Vielleicht merken wir aber auch, dass man Brötchen, Butter und Käse zu Hause haben sollte, wenn man sich ein Käsebrötchen machen möchte. Oder es regnet und wir kommen völlig durchnässt im Büro an. Oder wir bekommen lauter Absagen auf unsere Bewerbungen. Was dann? Fallen wir dann zurück in alte Verhaltensmuster? Oder kaufen wir die gewünschten Lebensmittel, nehmen uns Wechselklamotten mit ins Büro und informieren uns, wie man gute Bewerbungen schreibt?

Ich persönlich gehöre dann zum Team „Jetzt erst recht“. Wenn ich mich einmal entschieden habe, etwas zu probieren, dann ziehe ich das auch durch. Entscheidend für mich ist der „Ich mach das jetzt einfach!“-Moment. Wenn ich da einmal bin, dann kann mich quasi nichts mehr aufhalten. Aber erst brauche ich diesen Moment. Den Losprobier-Moment.

Der Weg zum „Ich mach das jetzt einfach“

Ja, ich weiß: Losprobieren macht Angst. Wir alle mögen unsere Routinen und eigentlich ist unser Leben doch gar nicht mal so schlecht. Aber ist es wirklich das, was du willst? Ein Leben, was gar nicht mal so schlecht ist? Willst du nicht lieber ein Leben, das richtig gut ist? Willst du wirklich immer nur die anderen bewundern, die sich getraut haben, wozu du zu feige warst? Willst du nicht lieber selbst das Leben führen, um das du andere beneidest?

Ich sage ja gar nicht, dass du von jetzt auf gleich dein ganzes Leben über den Haufen schmeißen sollst. Aber ich will dir Mut machen, den Status Quo zu hinterfragen. Wo sind die Bereiche in deinem Leben, an denen du gerne etwas ändern würdest? Welche Träume hast du, die vielleicht irgendwo unter deinem gar nicht mal so schlechten Leben schlummern? Was sind diese Ideen, die dich vor Aufregung und Vorfreude nicht mehr schlafen lassen, wenn du sie zulässt? Wo bist du kurz davor zu sagen: „Sch*** drauf, ich mach das jetzt einfach!“?

Und bevor jetzt gleich wieder das Gedankenkarussell anspringt und diese Idee zurück ins Land der Träume befördert, habe ich 5 Tipps für dich, wie du in den Losprobier-Modus kommst:

1. Überlege dir konkrete Schritte, die du probieren kannst

Dein Ziel ist viel zu groß und du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst?

 Dann mach deine Hausaufgaben. Je kleiner die Sache ist, die wir losprobieren wollen, desto leichter fällt es uns, uns aufzuraffen. Also mach aus deinem Ziel viele kleine Losprobier-Happen. Du weißt nicht, wie das geht? Naja, es gibt da dieses riesengroße Ding namens Internet, in dem es Antworten auf alle Fragen dieser Welt gibt. Vermutlich auch auf deine.

Treppenstufen zum Chamundi Hill in Indien
Ein Ziel – viele kleine Schritte, die hinführen

Du willst Astronaut werden? Dann schau nach, wo man das werden kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen. Anschließend schaust du, welche dieser Voraussetzungen du erfüllst und welche nicht. Und danach überlegst du dir, wie du diese Voraussetzungen erfüllen könntest. Schreibe dir drei Dinge auf, die du jetzt gleich oder mindestens noch im Lauf dieser Woche probieren kannst, um deinem Ziel näher zu kommen. Und dann nichts wie los.

Du willst mehr Zeit für deine Kinder haben? Dann schau nach, welche Modelle und Möglichkeiten es dafür gibt. Überlege dir, welches davon dir am meisten zusagt und wie du das am besten für dich adaptieren kannst. Schreibe dir drei Dinge auf, die du jetzt gleich oder mindestens noch im Lauf dieser Woche probieren kannst, um deinem Ziel näher zu kommen. Und dann nichts wie los.

Du willst die Welt retten? Dann fang doch schon einmal damit an, eine Suchmaschine zu verwenden, die mit deiner Hilfe Bäume pflanzt. Oder eine, die Pandas rettet. Dann suche nach den dringendsten Problemen dieser Welt und nach Möglichkeiten, diese zu lösen. Überlege, was du konkret zu dieser Lösung beitragen kannst. Schreibe dir drei Dinge auf, die du jetzt gleich oder mindestens noch im Lauf dieser Woche probieren kannst, um deinem Ziel näher zu kommen. Und dann nichts wie los.

Du verstehst die Idee, oder? Natürlich wirst du nicht von heute auf morgen die Welt retten und vielleicht wirst du das auch nie. Aber du kannst es zumindest probieren. Denn genau darum geht es. Wenn es nicht funktioniert, kannst du dir immer noch eine Alternative überlegen. Aber bis dahin probiere doch einfach mal aus, was dich deinem Ziel näher bringt. Mach das jetzt einfach. Die ersten Schritte sind so klein, die merkst du gar nicht. Und wenn dich der Ehrgeiz einmal gepackt hat, dann werden auch die nächsten Schritte immer leichter.

2.Minimiere die Risiken

Aber, was ist, wenn etwas schiefläuft? Was, wenn es nicht klappt?

Ganz ehrlich, ich glaube in 90% der Fällen ist die Antwort auf diese Fragen ein ganz klares: Gar nichts. Vor allem dann nicht, wenn du dich an den ersten Tipp gehalten hast und Schritt für Schritt probierst. Ja gut, vielleicht wirst du nass, wenn du mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst. Oder vielleicht verletzt du dich sogar, während du im Fitnessstudio für die Schwerelosigkeit trainierst. Viel schlimmer sollten die Konsequenzen aus diesen ersten Probierschritten nicht sein und damit hoffentlich spätestens in ein paar Wochen wieder vergessen.

Aber natürlich gibt es auch irgendwann die Losprobier-Schritte, die ein gewisses Risiko mit sich bringen. Wenn es dein Traum ist, selbstständig zu sein, dann wirst du früher oder später an den Punkt kommen, an dem du deinen Angestellten-Job aufgibst und das birgt natürlich ein gewisses Risiko. Was also tun?

Auch hier glaube ich das Geheimnis liegt darin, die Losprobier-Schritte richtig zu planen. Wenn du vor dem Losprobier-Schritt „Ich gebe meinen Job auf“, den Losprobier-Schritt „Ich spare im nächsten Jahr so viel Geld wie möglich“ hast, dann bist du schon in einer ganz anderen Ausgangssituation. Oder du reduzierst zunächst deinen bisherigen Job und startest nebenberuflich in deine Selbstständigkeit.  Wenn du noch nicht soweit bist für einen großen Schritt, dann minimiere mit kleinen Losprobier-Schritten das Risiko so weit, bist du irgendwann dastehst und guten Gewissens sagen kannst: „Ich mach das jetzt einfach“.

3. Suche dir Vorbilder

Du weißt immer noch nicht so richtig, wie du dein Ziel erreichen kannst?

Dann such dir jemanden, der schon da ist und dir sagen kann, mit welchen Schritten er sein Ziel erreicht hat. Oder zumindest jemanden, der schon weiter ist als du. Schau dir an, wo und wie diese Menschen angefangen haben. Welche Losprobier-Schritte für diese Menschen funktioniert haben und welche nicht. Natürlich ist jeder Mensch anders und was für den einen funktioniert, muss so nicht auch für den nächsten funktionieren. Trotzdem tut es gut, zu sehen, dass jeder irgendwann mal klein angefangen hat. Und womit? Richtig. Mit einem „Ich mach das jetzt einfach.“

Hier an dieser Stelle kommt auch mein Blog ins Spiel. Ich möchte hier gerne so viele Erfahrungsberichte wie möglich veröffentlichen, von Menschen, die losprobiert haben. Egal, was. Vielleicht hast du ja auch eine Geschichte zu erzählen? Vielleicht gibt es bei dir ja auch diese eine Sache, auf die du total stolz bist und du möchtest andere ermutigen, das auch mal zu probieren? Dann melde dich gerne bei mir oder hinterlasse einen Kommentar (keine Angst, völlig unverbindlich).

4. Erinnere dich an Momente, in denen dein Losprobieren erfolgreich war

Und damit sind wir auch gleich beim nächsten Punkt. Ich bin mir sicher, dass es auch bei dir im Leben schon einmal diesen „Ich mach das jetzt einfach“-Punkt gab und du positive Losprobier-Erfahrungen sammeln konntest. Ich sage nicht, dass der Weg immer leicht gewesen ist, aber das Ergebnis am Ende war es wert, richtig?

Hast du vielleicht schon einmal eine Beförderung oder Gehaltserhöhung bekommen, einfach weil du dich getraut hast zu fragen? Bist du mit der Liebe deines Lebens verheiratet, weil du dich damals getraut hast, den ersten Schritt zu gehen? Hast du es endlich geschafft, diese überflüssigen Kilos loszuwerden, weil du eine neue Sportart probiert hast, die dir richtig viel Spaß macht? Völlig egal was, am Anfang stand immer ein Losprobier-Moment.

Rufe dir diese Erfahrung immer wieder ins Gedächtnis, wenn du ins Zweifeln kommst oder der nächste Schritt dich gerade viel Überwindung kostet. Losprobieren ist vor allem eins: Übungssache. Je öfter du dich überwindest und positive Erfahrungen dabei sammelst, desto leichter wird es dir beim nächsten Mal fallen. Also, worauf wartest du noch?

5. Suche dir Unterstützung

Und zu guter Letzt noch ein ganz einfacher Tipp: Bleib nicht allein mit deinem Vorhaben. Erzähle anderen von deinen Plänen. Du musst es ja nicht gleich in deinem WhatsApp-Status posten, aber suche dir zumindest eine Person, die dich unterstützen kann. Diese Person muss noch nicht mal besonders viel tun. Allein, dass sie Bescheid weiß und ab und zu mal nach dem neuesten Status fragt, wird dich weiter anspornen, glaub mir.

Und auch hier, wenn dir da absolut niemand einfällt oder du Angst hast, ausgelacht zu werden, dann kannst du mir gerne schreiben. Zur Erinnerung: Ich war diejenige, die ihr ganzes Leben über den Haufen geschmissen hat, um nach Indien zu gehen. Ich werde bestimmt niemanden für seine Träume verurteilen.

Und los: Mach das jetzt einfach!

Das waren sie also, meine fünf Tipps zum Losprobieren. Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen Anstecken mit meiner Begeisterung und euch Mut machen, einfach mal loszuprobieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich über eure Losprobier-Ergebnisse auf dem Laufenden haltet.

Also, lasst hören? Was sind eure Träume? Oder was sind die Dinge, die ihr schon losprobiert habt? Kennt ihr diesen „Ich mach das jetzt einfach“-Moment?

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