Jahresrückblick 2025: Von Business-Meilensteinen, Hochzeitschaos und den besten Freundinnen der Welt

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Zuletzt aktualisiert am 15.1.2026

Kaum zu glauben, aber Losprobiert ist 2025 tatsächlich 5 Jahre alt geworden. Als ich mir damals in Indien die Domain gesichert und WordPress installiert habe (ursprünglich, um einen Travel Blog zu starten), hätte ich mir niemals denken können, wo mich das alles mal hinführen würde.

Jetzt sitze ich in Ecuador, habe gerade das letzte Kundenprojekt für 2025 erfolgreich abgeschlossen und plane meine Hochzeitsfeier. Schon ein bisschen verrückt.

2025 ist viel passiert – ich schaue schon gar keine Nachrichten mehr und mein Puls steigt trotzdem regelmäßig in ungesunde Höhen, wenn ich sehe, welchen Sch*** so manche Politiker:innen (egal ob in Deutschland oder anderen Teilen der Welt) wieder gesagt oder getan haben.

Vielleicht einer der Gründe dafür, warum ich trotz all der guten Dinge, die mir persönlich passiert sind, nicht das Gefühl habe, dass 2025 ein besonders gutes Jahr war.

Aber genug der Vorrede, lass uns reingehen: Das war mein Jahr 2025:

Meine Pläne für 2025 – und was daraus geworden ist

Wie immer, lass uns am Anfang einmal schauen, was ich mir für 2025 so vorgenommen hatte und was daraus geworden ist.

Meine Motivation wiederfinden: Hm, ich weiß auch nicht so richtig. Irgendwie ist nach wie vor ein bisschen die Luft raus. Ich hatte genug Motivation, mich täglich an den Schreibtisch zu setzen und die Aufträge meiner Kund:innen wie gewünscht umzusetzen, aber so richtig Motivation? Ist nach wie vor Fehlanzeige.

Automatisierung und KI (noch) besser nutzen: Auch da ist dieses Jahr nicht viel passiert, was möglicherweise mit der fehlenden Motivation zusammenhängt. Alles, was nicht unbedingt sein musste, habe ich nicht gemacht. Und mein Verhältnis zum KI-Thema hat sich tatsächlich dramatisch verschlechtert, aber mehr dazu weiter unten.

Unterstützung suchen: So halb. Anfang des Jahres kam eine Business-Coachin und Mentorin auf mich zu und hat gefragt, ob wir nicht Dienstleistungen „austauschen“ wollen. Normalerweise mag ich solche Deals eigentlich nicht, in diesem Fall hat es sich aber wirklich wie „win-win“ angefühlt. Das ging eine Weile gut, ist dann aber eingeschlafen und inzwischen musste sie das Coaching gesundheitsbedingt abbrechen.

Weiterhin Fokus auf Hobbies und Freunde: Das hat sehr gut geklappt. Ich habe dieses Jahr so viel Sport gemacht, wie schon lange nicht mehr und zumindest in unseren 4 Monaten in Deutschland habe ich sehr viel Zeit mit Freunden (und Familie) verbracht.

Heiraten: Auch das hat geklappt. Mehr dazu weiter unten 😊

Und mein Fokuswort?

Nachdem ich in den Jahren zuvor ja schon festgestellt hatte, dass es mit den Zielen bei mir so eine Sache ist, habe ich es dieses Jahr mit einem Fokus-Wort versucht, um zu schauen, ob das besser funktioniert. Mein Wort für 2025 war Happiness.

Irgendwie hatte ich mir erhofft, dass dieses Wort auf magische Weise mein Leben und Denken verändert – das ist natürlich nicht passiert.  Tatsächlich habe ich nur in den seltensten Fällen bei Entscheidungen vorher daran gedacht (geschweige denn diese danach ausgerichtet), ob das wirklich auf meine Happiness einzahlt oder nicht – ähnlich wie auch mit den Zielen.

Trotzdem war das Thema für mich präsenter, als es meine bisherigen Ziele für mich waren. Vermutlich unter anderem deshalb, weil ich es mir auf Computer & Handy jeweils als Hintergrund eingespeichert hatte und dadurch regelmäßig an mein Ziel erinnert wurde. So war das Ziel zumindest unterbewusst immer da und ich habe mehrmals „nachkalibriert“, wenn ich das Gefühl hatte, in die völlig falsche Richtung zu laufen.

War ich dadurch am Ende mehr happy (happier?) als 2024?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ja, 2025 sind viele Dinge passiert, die mich glücklich gemacht haben, ich war aber auch sehr oft (gefühlt grundlos) sehr gestresst und weit davon entfernt, meine Happiness tatsächlich zu genießen. Das darf ich noch ein bisschen üben.

Das war mein 2025

Und damit genug der Ziele. So ist mein 2025 tatsächlich gelaufen.

Alles begann ganz ruhig

Über Weihnachten und den Jahreswechsel waren wir letztes Jahr in Deutschland. Da Jane im Januar mit der Durchstarterwoche einen großen Launch anstehen hatte und es dafür schon allein zeitverschiebungsbedingt besser für mich ist, in Deutschland zu sein, sind wir noch bis Ende Januar in Deutschland geblieben.

Im Anschluss ging es zurück nach Quito. Hier gab es inzwischen wieder dauerhaft Strom (yay) und wir haben sehr schnell in unsere gewohnten Routinen zurückgefunden. Wir haben viel gearbeitet, waren viel Kaffee trinken und zum Ausgleich auch viel im Fitnessstudio.

Ostern auf der Insel in Ecuador

Insgeheim hatte ich ja gehofft, dass mit Hochzeit und Visum vielleicht so schnell gehen würde, dass wir bereits Ostern (was in diesem Jahr auch mit meinem 30. Geburtstag zusammengefallen ist) nach Deutschland zurückkommen könnten.

Das hat natürlich nicht funktioniert (nicht mal annähernd :D) und so habe ich zum ersten Mal seit Jahren Ostern nicht auf meiner geliebten Insel verbracht (tatsächlich war ich dieses Jahr nicht ein einziges Mal auf Föhr – shame on me).

Aber um die Dinge positiv zu sehen – von allen „großen“ Feiertagen im Jahr Ostern das Einzige, was ich bisher noch nicht in Ecuador verbracht habe, daher habe ich die Gelegenheit genutzt, um meine „Sammlung“ zu vervollständigen.

Wir waren also an Karfreitag bei Alex‘ Oma zum traditionellen Fanesca-Essen mit der ganzen Großfamilie (25 Personen) eingeladen und haben anschließend in kleinerem Familienkreis meinen Geburtstag gefeiert, was sehr schön war.

Im Anschluss an die Feiertage (bzw. ist hier eigentlich nur Karfreitag ein Feiertag) sind wir nach Cuenca geflogen und haben ein paar Tage dort verbracht, uns in die Stadt verliebt, uns durch sämtliche Cafés durchprobiert und den Cajas-Nationalpark besucht.

Ich an meinem Geburtstag
Die Kathedrale von Cuenca
Blick über Cuenca, Ecuador
Der Cajas Nationalpark

Wir haben sí gesagt!

Mein größtes Ziel für dieses Jahr war es, die (standesamtliche) Hochzeit über die Bühne zu bringen. Da wir im Januar noch in Deutschland waren, haben wir da bereits angefangen, uns um die benötigten Dokumente zu kümmern.

Wollten wir jedenfalls. Als ich versucht habe, in Leipzig einen Termin zu vereinbaren, um ein Ehefähigkeitszeugnis zu bekommen, kam nur eine automatische Antwort zurück, dass die nächsten freien Termine in sechs Monaten sind.

So lange wollten wir ungern warten. Glücklicherweise habe ich nach wie vor meinen Zweitwohnsitz (und Firmensitz) in Naila gemeldet und die dort sind deutlich flexibler und hatten noch im Januar Zeit, alle Unterlagen zu prüfen und uns das Ehefähigkeitszeugnis auszustellen. So weit, so gut.

Um besagtes Dokument apostillieren zu lassen, mussten wir es allerdings noch ans Landratsamt und von da weiter zum Bezirk Oberfranken schicken.  Als die fertig apostillierte Urkunde Ende April(!) endlich wieder bei meiner Familie angekommen ist, waren Alex und ich schon lange wieder zurück in Ecuador.

Der Plan war, dass meine Eltern das Dokument zu uns nach Ecuador schicken würden. Wir wussten von Anfang an, dass das ein Risiko war (hier gibt es keine funktionierende Post), aber wir haben auch nicht wirklich eine andere Möglichkeit gesehen.

Es kam, wie es kommen musste: Laut Sendungsverfolgung hatte es der Brief zwar bis nach Ecuador geschafft – ist dann aber im Nirvana verschwunden.

Als wir Anfang Juni immer noch nichts gehört hatten, hatte ich die Sache eigentlich schon aufgegeben (das Zeugnis ist nur 6 Monate gültig und 5 davon waren zu diesem Zeitpunkt vorbei).

Zum Glück hat sich mein Mann nicht so schnell geschlagen gegeben. Über den Bekannten eines Bekannten eines Bekannten (wie das hier halt so ist) haben wir schließlich jemanden gefunden, der beim Zoll arbeitet und sich für uns auf die Suche nach dem verschollenen Brief gemacht hat.

Und nur ein paar Tage später kam die erlösende Nachricht: Das Dokument ist aufgetaucht und wir können es abholen.

Ab da war alles ganz einfach: Wir konnten mit dem Dokument direkt zum Standesamt gehen und haben für die folgende Woche einen Termin zur Hochzeit bekommen.

Und so haben wir am 18.6. (zwei Wochen vor unserem Rückflug nach Deutschland) standesamtlich geheiratet. Erstmal im kleinen Kreis mit Alex‘ Familie. Die großen Hochzeitsfeiern (eine in EC und eine in D) sind dann für 2026 geplant.

Inzwischen ist die Ehe übrigens auch in Deutschland anerkannt und eingetragen (diesmal sogar direkt vom Standesamt in Leipzig – denn dafür gibt es einen Online-Prozess, der super funktioniert hat).

Ich unterschreibe im Registro Civil
Wir mit der Eheurkunde in der Hand
Wir im Registro Civil mit Alex' Familie

Sommer in Deutschland und die Frage aller Fragen

Nach fünf Monaten in Ecuador, ging es für uns im Juli zurück nach Deutschland. Obwohl wir jetzt offiziell verheiratet sind, hat Alex immer noch kein Visum, um dauerhaft in Deutschland zu bleiben (wir könnten es aber jederzeit beantragen, was wir aus verschiedenen Gründen bisher noch nicht getan haben), daher war unser Aufenthalt auch diesmal wieder auf 90 Tage beschränkt.

Die Zeit in Deutschland haben wir hauptsächlich dazu genutzt, Freunde und Familie zu sehen und natürlich unsere Hochzeitsfeier nächstes Jahr zu planen. Außerdem stand wie immer viel organisatorischer Kram auf dem Plan (Steuererklärung, Arztbesuche, neue Untermieter finden etc.).

Zwischendurch habe ich dann noch die Nachricht bekommen, dass meine jetzige (Miet-)Wohnung verkauft werden soll, was uns nochmal neu ins Überlegen gebracht hat, wo und wie wir in Zukunft leben wollen (nicht, dass wir das nicht sowieso ständig von allen Seiten gefragt werden).

Auf diese Frage gibt es aber nach wie vor keine klare Antwort. Im Moment sind wir beide okay damit (und können es uns leisten), regelmäßig zwischen den Ländern zu wechseln. Langfristig werden wir uns vermutlich für ein Land entscheiden.

Und während es lange so aussah, als würde das Deutschland werden, sind wir uns da gerade nicht mehr so sicher. Die politischen Entwicklungen in Deutschland im Moment geben mir nicht das Gefühl, dass mein Mann (und eventuelle Kinder) dort in naher Zukunft besonders willkommen sein wird und das ist ein Kompromiss, den ich definitiv nicht eingehen will und werde.

Familiencamping in den Niederlanden

Ich weiß nicht genau, wie mir das passieren konnte, aber irgendwie habe ich in der kompletten ersten Jahreshälfte (abgesehen von den 4 Tagen an Ostern) keinen Urlaub genommen.

Das musste ich dann natürlich in der zweiten Jahreshälfte nachholen. Da es für Alex‘ nach wie vor ein großes Highlight ist, dass man im Schengen-Raum „einfach so“ das Land wechseln kann, wollten wir gerne irgendwo ins Ausland.

Für Ende September hatte meine Tante die ganze Familie nach Domburg eingeladen, um dort ihren Geburtstag zu feiern und vor der Tatsache, dass wir möglichst nicht fliegen wollten, schienen die Niederlande eine gute Wahl zu sein.

Am liebsten hätten wir uns dafür wieder Dromo (das Wohnmobil meiner Eltern) ausgeliehen, die waren damit aber schon selbst unterwegs. Also haben wir kurzerhand beschlossen, erst eine Woche Citytrip Köln – Brüssel – Amsterdam (mal wieder mit dem Zug) zu machen und uns dann dort einen Campervan zu mieten und gemeinsam mit meinen Eltern (und meiner Schwester und ihrem Freund, die spontan ebenfalls dazukamen) durch die Niederlande zu touren.

Selbst wenn unser Van diesmal nicht annähernd mit Dromo (oder damals in Schottland Vanny) mithalten konnte und das Wetter nicht so richtig mitgespielt hat, haben wir das Camping mal wieder wieder sehr genossen und ich war happy, ein bisschen mehr Quality Time mit meiner Familie verbringen zu können.

Der Kölner Dom von jenseits der Bahnbrücke
Das Atomium in Brüssel
Ein Kanal in Amsterdam
Ein historischer Hafen nahe einem unserer Campingplätze
Schwimmende Schrebergärten
Der Nordseestrand irgendwo in den Niederlanden

(M)Ein spontaner Junggesellinenabschied

Auch wenn es technisch gesehen schon „zu spät“ war (ich war ja schon verheiratet), hat meine beste Freundin es sich nehmen lassen, einen JGA für mich zu organisieren.

Ich habe ihr eine Liste gemacht mit Freundinnen, die ich gerne dabei haben wollte, habe aber schon dazu gesagt, dass die meisten davon vermutlich keine Zeit haben, denn es stand exakt ein Datum zur Auswahl und das war für deutsche Verhältnisse recht nah in der Zukunft (ich glaube es waren 3 oder 4 Wochen Vorlaufzeit).

Gedanklich habe ich damit gerechnet, dass von den sieben Leuten, die ich dabeihaben wollte, vielleicht zwei oder drei tatsächlich kommen würden (und hätte das auch niemandem übel genommen, wenn sie nicht gekommen wäre). Ich meine, fast alle hatten eine Anreise von mehreren Stunden nach Leipzig, einige haben Kinder zu Hause, alle sind beruflich gut eingespannt und bei vielen ging es auch privat noch drunter und drüber.

Da habe ich meine Freundinnen mal gründlich unterschätzt. Ich habe meinen Augen fast nicht getraut, als mich morgens wirklich ALLE sieben zu Hause abgeholt haben. Und statt sinnlos durch irgendwelche Bars zu ziehen und uns zu betrinken (das hätte glaube ich keinem von uns besonders viel Freude gemacht), waren wir im Escape Room, haben im Park gepicknickt und ein „Sarahs Reisen Jeopardy“ gespielt, Karaoke gesungen (bei Jane zu Hause, nicht im Park 😅) und waren abends lecker indisch essen. Und ich durfte den ganzen Tag als Eichhörnchen verkleidet durch die Stadt laufen (ich schwöre, die einzige Verkleidung, bei der mich das so überhaupt gar nicht gestört hat).

Obwohl sich meine Freundinnen zu großen Teilen vorher nicht wirklich untereinander kannten, haben sich alle top verstanden und das und der ganze Tag haben mir gezeigt: Ich habe wirklich die besten Freundinnen der Welt!

Sarah als Eichhörnchen an ihrem JGA
Die ganze Gruppe im Escape Room
Beim Picknick im Park

Mein neuer Lieblingsfeiertag

Und damit war unsere Zeit in Deutschland schon wieder vorbei und es ging Anfang Oktober zurück nach Ecuador. Im November würde für drei Wochen meine beste Freundin zu Besuch kommen, daher waren wir bis dahin hauptsächlich mit Arbeiten und Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Mit einer Ausnahme: Colada morada.

Einer der wichtigsten Feiertage hier ist Allerseelen am 2. November (geht ein bisschen in die Richtung vom dia de los muertos in Mexiko). Praktischerweise ist am 3. November mit dem Unabhängigkeitstag von Cuenca direkt der nächste Feiertag. Was die ganze Sache aber erst richtig genial macht, ist das Gesetz, was vorschreibt, dass Feiertage, die aufs Wochenende fallen, am nächsten Werktag nachgeholt werden und Feiertage, die in die Mitte der Woche fallen, auf die „Randtage“ (d. h. Montag oder Freitag) verschoben werden. Anfang November resultiert das also IMMER in vier freien Tagen am Stück (2x Wochenende, 2x Feiertag).

Traditionell gibt es am 2. November Colada Morada (eine Art rote Grütze als Getränk) und Guaguas de Pan (gefüllte Brote in Baby/Puppenform). Und wie auch schon bei der Fanesca an Ostern (und dem Truthahn an Weihnachten) lässt es sich Alex‘ Oma nicht nehmen, das für die ganze Familie zuzubereiten.

Die letzten zwei Jahre haben wir das lange Feiertagswochenende immer gemeinsam im Countryhouse der Familie verbracht (ca. 1,5 Stunden von Quito). Und irgendwie hat es sich falsch angefühlt, dass dieses Jahr anders zu machen.

Also sind wir kurzerhand wieder mit ins Countryhouse gefahren und ich habe festgestellt, wie sehr ich diesen Feiertag und die damit verbunden Routinen inzwischen mag. Und damit hat es „colada morada“ (offiziell día de los difuntos, aber das sagt niemand) ganz nebenbei in die Liste meiner Lieblingsfeiertage geschafft.

Einmal Ecuador im Schnelldurchlauf

Und dann war es soweit: Meine beste Freundin und ihre Mama kamen uns in Ecuador besuchen! Rein urlaubstechnisch hätte ich das nicht schlechter planen können (November ist in der Regel einer der vollsten Monate), aber das war mir in diesem Fall schlicht egal.

Zuerst waren wir ein paar Tage in Quito und haben uns angeschaut, was es hier zu sehen gibt (kaum zu glauben, aber nach knapp 3 Jahren on/off hier habe ich es jetzt endlich mal zum „offiziellen“ Äquator-Denkmal geschafft).

Dann haben wir uns das Auto von Alex‘ Eltern ausgeliehen und sind damit einmal die „wesentlichen“ Stationen abgefahren: Wir waren im Nebelwald, haben natürlich meinem Lieblingsvulkan einen Besuch abgestattet (der sich erst gut versteckt, sich am Ende aber doch in voller Pracht gezeigt hat), sind in den heißen Quellen verschrumpelt und – mein Highlight – waren drei Tage in einer Lodge im Amazonas, wo diverse Dschungel-Wanderungen und Aktivitäten für uns geplant waren.

Anschließend waren wir noch eine Woche auf Galapagos – für mich inzwischen das zweite Mal (das erste Mal war ich dort vor zwei Jahren) und es war diesmal ähnlich unglaublich und faszinierend wie beim ersten Besuch.

Nach drei Wochen waren wir alle völlig platt und vermutlich nicht besonders erholt, dafür aber (ich mal wieder, meine Freundin zum ersten Mal) hin und weg von diesem Land, was sich auf der Landkarte so unscheinbar zwischen den südamerikanischen Giganten versteckt.

Meine beste Freundin und ich auf dem Turm der Kathedrale in Quito
Ausblick vom Teleferico bei bestem Wetter
Der Cotopaxi in seiner vollen Pracht!
Pailón del diablo in Baños
Alex vor einem der Urzeit-Bäume im Amazonas
Robben auf Galapagos (Suchbild - wie viele siehst du?)

Und mein Business?

Inzwischen hat es schon Tradition: Ich berichte in meinem Jahresrückblick von all den Dingen, die ich gemacht und erlebt habe und erwähne dabei nur gelegentlich am Rande mal, dass ich gearbeitet habe.

Nach wie vor spielt mein Business eine untergeordnete Rolle. An sich lief es auch dieses Jahr wieder gut. Ich habe jede Menge Projekte umgesetzt – für neue wie bestehende Kund:innen.

Zwischendurch konnte ich ein paar Meilensteine feiern: Der 5. Losprobiert-Geburtstag, die 100. Kundin, die 500. Stundenpaket-Rechnung (ist das ein Meilenstein? 😅).

Auch dieses Jahr habe ich keine großen Sprünge gemacht. Mein Umsatz war – trotz weniger abrechenbarer Stunden als im Vorjahr – relativ stabil, der Gewinn etwas höher, weil ich scheinbar weniger ausgegeben habe (dem muss ich mal in Ruhe auf den Grund gehen).

Gemessen daran, dass dieses Jahr (gefühlt?) sehr viele Online-Businesses stark am Kämpfen sind oder waren, bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Mein Hauptstruggle war – wie bereits eingangs erwähnt – meine fehlende Motivation. Ja, ich habe getan, was notwendig war: In erster Linie natürlich die Aufträge meiner Kund:innen. Dazu habe ich ein paar Blogartikel veröffentlicht, wöchentlich Newsletter geschrieben und einmal im Monat Briefings für Instagram-Beiträge an meine VA geschickt.

Vor dem Hintergrund, dass die KI gerade in rasendem Tempo scheinbar alles übernimmt (und auch meine Kund:innen immer häufiger zu mir kommen mit „Ich habe es mit der KI versucht, aber…“), bin ich mir nicht sicher, wie lange das noch reicht. Und damit sind wir direkt beim nächsten Punkt.

Mein KI-Dilemma

So 100% überzeugt von KI war ich ja noch nie, auch wenn das Ende 2024 ein bisschen nachgelassen hatte und ich tatsächlich mit KI-Hilfe ganz coole Sachen auf die Beine gestellt habe (zum Beispiel das Plugin für Janes SEO-Orakel).

Anfang dieses Jahres habe ich mich dann zum ersten Mal mit den Auswirkungen von KI auf die Umwelt auseinandergesetzt und sofort war meine Skepsis wieder da. Ja, das ist ja alles ganz lustig und ganz praktisch, aber zu welchem Preis?

Inzwischen finde ich es einfach nur noch bedenklich, was an der KI-Front passiert (insbesondere alles, was mit Gen AI zu tun hat). Wenn ich sehe, wie viele hochintelligente Menschen – egal ob privat oder beruflich – sich inzwischen blind auf das verlassen, was die KI sagt, und mit ChatGPT reden, wie mit ihrem besten Freund, dann macht mir das regelrecht Angst.

Das fängt an mit Freundinnen, die sich medizinische Diagnosen von ChatGPT stellen lassen und hört noch lange nicht auf mit Kund:innen, die sich ihre Website zerschossen haben, weil ChatGPT gesagt hat, dass sie da diesen Code einfügen sollen.

Nur so am Rande: Einer Studie zufolge sind 40%(!) aller KI-generierten Antworten schlichtweg falsch. Inzwischen denken Chattie und Co sich selbst Quellen einfach aus. Und wenn du sie danach fragst, geben sie das sogar ganz offen zu:

Antwort der KI auf meine Bitte, mir zu sagen, wo innerhalb der Quelle der zitierte Text zu finden sei: "Entschuldige bitte, ich habe festgestellt, dass ich keine solche Aussage finden kann."

Ich will ja gar nicht so sein. Wer KI benutzen möchte (und sich mit den Auswirkungen auf die Umwelt befasst hat), der soll das von mir aus tun, aber bitte, bitte, bitte lasst uns anfangen, die Ergebnisse wieder zu hinterfragen.

Ich persönlich komme immer mehr dahin, dass ich versuche, KI wo immer möglich zu meiden, auch wenn das für mein Business sicher nicht die klügste Entscheidung ist.

Wenn wir KI dazu nutzen (würden), Minen zu finden und Krebs zu heilen – super, count me in.

Für alles andere? Ist der Schaden aus meiner Sicht größer als der Nutzen.

Was sonst noch so passiert ist

Und wie immer noch ein paar Dinge, die mich sonst so beschäftigt haben.

Bewegung, Bewegung, Bewegung

Ich weiß nicht genau, was passiert ist (möglicherweise die Tatsache, dass eine Hochzeit auf dem Plan steht, möglicherweise aber auch, dass mich die Geschehnisse der Welt so oft auf die Palme gebracht haben, dass ich mich einfach irgendwo abreagieren MUSSTE), aber irgendwie war ich dieses Jahr deutlich sportlicher unterwegs als sonst.

Bisher hat es mir eigentlich gut ausgereicht, zweimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen und sonst zu schauen, dass ich jeden Tag (ungefähr) auf 10.000 Schritte komme.

Dieses Jahr war das bei Weitem nicht genug. Im Fitnessstudio werde ich inzwischen verabschiedet mit „hasta mañana“ (bis morgen) und mein 5 Millionen Schritt Jahresziel (ca. 13.700 pro Tag) hatte ich bereits Anfang Dezember erreicht. Während wir im Sommer in Deutschland waren, bin ich sogar jeden Morgen 8-10 Kilometer gejoggt (und nein, ich jogge normalerweise nicht besonders gern).

Ich bin mal gespannt, wie lange diese Phase so anhält.

Mein erstes Tattoo

Als ich damals in Irland war (mit 18, also vor sagenhaften 12 Jahren), habe ich eigentlich schon entschieden, dass mein erstes Tattoo ein Fußkettchen sein soll, was mich an dieses Jahr erinnern soll. Seitdem hat sich die Idee leicht verändert, dass mich das Tattoo an alle meine „großen“ Reisen erinnern soll, und war immer irgendwo im Hinterkopf als Projekt für „irgendwann mal“.

Bis April – als es so ausgesehen hat, als bekommen wir das mit der Hochzeit niemals auf die Reihe und ich beschlossen habe, stattdessen eben eine andere „lebenslange“ Entscheidung zu treffen. Ich habe also kurzerhand ein Tattoo-Studio angeschrieben (auf Spanisch!), meine Wünsche erklärt, war nach ein/zwei Korrekturschleifen mit dem Entwurf zufrieden und nicht mal eine Woche später hatte ich mein Tattoo (und es wird sicher nicht bei dem einen bleiben).

Mein Tattoo - natürlich mit Eichhörnchen (für Deutschland)
Der Panama-Kanal

It’s Bachata-Time

Und dann haben wir noch ein anderes Vorhaben in die Tat umgesetzt, das wir seit mindestens zwei Jahren haben: Wir haben uns für einen Bachata-Kurs angemeldet.

Ich tanze ja für mein Leben gern (es ist nicht so, als hätte ich noch nie Bachata getanzt, aber ich habe es nie „richtig“ gelernt). Mein Mann ist zum Glück Latino und auch wenn Tanzen nicht zu seinen bevorzugten Aktivitäten gehört, ist er der Sache gegenüber offen (dieses „Männer tanzen nicht“ Klischee gibt es hier glaube ich so nicht oder wenn dann nur sehr abgeschwächt).

Auch hier war wahrscheinlich die Hochzeit am Horizont der ausschlaggebende Punkt, denn wir hatten jetzt unsere ersten 3 Stunden Tanzkurs und im Januar geht es weiter. Insgeheim plane ich ja schon, nach dem Bachata mit Salsa weiterzumachen (das mag ich nämlich tendenziell lieber), aber warten wir mal ab.

2025 in Zahlen

In meinem Business:

  • Geschriebene Blogartikel: 7 + 1 bei Jane (Vorjahr: 4 + 2)
  • Geschriebene Newsletter: 42 (Vorjahr: 42)
  • Instagram-Posts: 24 – davon 13 Reels (Vorjahr: 23/7)
  • Instagram-Follower: 492 (Vorjahr: 481)

Meine Fortbewegungsmittel

  • Schritte/Tag (Durchschnitt): 14.882 (Vorjahr: 11.993)
  • Flüge: 7 (Vorjahr: 7) –  ich weiß, das ist viel zu viel (insbesondere mit dem Quito-Cuenca-Flug habe ich sehr lange gehadert und tue es immer noch, aber es ist wie es ist)
    • Berlin – Amsterdam – Quito
    • Quito – Cuenca – Quito (2)
    • Quito – Panama City – Amsterdam – Berlin
    • Berlin – Amsterdam – Quito
    • Quito – Baltra (Galapagos) – Quito (2)
  • Züge (Langstrecke): 4+ (Vorjahr -)
    • Leipzig – Wuppertal
    • Wuppertal – Brüssel
    • Brüssel – Amsterdam
    • Frankfurt – Leipzig
    • Plus diverse Male Leipzig – Berlin, sowie Leipzig – Nürnberg
  • Fernbusse: 0 (Vorjahr 6)
  • Mietwagen: 1 (Vorjahr 0)
    • Unser Campervan „Gnocchi“ (Niederlande)
    • (inoffiziell) Suki – Das Auto von Alex‘ Eltern

Das steht an für 2026

Letztes Jahr habe ich mir zum ersten Mal ein Leitwort gesucht, an dem ich alle (wesentlichen) Entscheidungen des Jahres ausrichten konnte. Das hat zwar wie gesagt nicht ganz so gut geklappt, wie gehofft, aber immer noch besser als die „klassischen Ziele“ aus den Jahren zuvor.

Deshalb habe ich mir auch für 2026 wieder ein Wort herausgesucht, was mein Leitstern werden soll:

Klarheit.

Ich bin tendenziell ein Planungsmensch und wenn – so wie gefühlt jetzt – Vieles im Argen liegt, tut mir das nicht gut. Daher dürfen die Dinge und meine Pläne in 2026 etwas klarer werden – selbst wenn das vielleicht nicht immer ganz einfach ist.

Im Kleinen nehme ich mir Folgendes vor:

  • Entscheidungen treffen: Sowohl im Privaten als im Beruflichen gibt es gerade einige Entscheidungen, die anstehen. Beruflich geht es vor allem darum, wo ich mit Losprobiert hinmöchte (Was muss/will ich ändern, damit meine Motivation zurückkommt? Wo will ich hin? Will ich wachsen? Wie kann ich zumindest Teile meines Businesses unabhängiger von mir selbst/meinem Zeiteinsatz machen?) Und dann gibt es da noch eine zweite Business-Idee, die mir seit geraumer Zeit im Kopf umherschwirrt, wo ich nicht weiß, ob ich sie verfolgen soll. Privat geht es in erster Linie darum, wo wir (wie lange) leben wollen und ob es sich z. B. für uns lohnt, in Deutschland eine Wohnung zu kaufen. Ich hoffe, dass mit jeder getroffenen Entscheidung ein bisschen Klarheit kommt 😊
  • Hochzeit feiern: Nachdem die Formalitäten erledigt sind, wollen wir unsere Hochzeit natürlich auch gebührend feiern – und weil einmal nicht genug ist, feiern wir einfach doppelt: Im Februar in Ecuador und im April in Deutschland. So grob ist inzwischen alles organisiert (Location, Essen, Deko, Kleid, Einladungen, Fotografen, …), jetzt geht es an die Feinplanung.
  • Visumsangelegenheiten: Wie schon angedeutet, könnten wir für Alex jetzt ein dauerhaftes Visum in Deutschland beantragen und werden das voraussichtlich im Laufe des Jahres tun. Damit legen wir uns dann auch fest, pro Jahr mindestens 180 Tage in Deutschland zu verbringen. Gleichzeitig läuft mein Visum hier in Ecuador im Oktober aus und das würden wir ebenfalls gerne verlängern. Ob und unter welchen Bedingungen das geht (wenn wir gleichzeitig planen, pro Jahr mindestens 180 Tage in Deutschland zu sein), werden wir vermutlich herausfinden.

Du siehst schon: Es steht einiges an für 2026 (und wie immer sind die privaten Themen wichtiger als das berufliche). Ich bin gespannt, was das Jahr so für uns bereithält und hoffe, dass am Ende des Jahres einiges klarer ist als jetzt.

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Du fühlst dich verloren im Technik-Dschungel?

And that’s a wrap. Das war mein 2025. Verrate mir, wie ist es bei dir gelaufen? Was hat für dich das Jahr geprägt?

Sarah Osenberg

Sarah Osenberg

ist Technik-VA, Sparringspartnerin und Umsetzerin für (technische) Prozesse im Online-Business. Ihr Fokus liegt dabei auf WordPress-Websites, E-Mail-Marketing, sowie der Erstellung und dem Verkauf von Online-Produkten.

Ihr Ziel ist es, dir zu zeigen, dass die Technik hinter deinem Online-Business nicht frustrierend sein muss, sondern richtig Spaß machen kann. In ihr steckt eine kleine Technik-Nerdin und die liebt es, technische Herausforderungen zu meistern.

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