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Freiwillig zu Hause neue Sachen lernen? – Probier los!

Posted in Probier los, Tipps & Tricks

Ich muss euch ein Geheimnis verraten: Mir macht Lernen Spaß. Nicht nur das, ich bin fest davon überzeugt, dass es dir auch so gehen kann. Und bevor du jetzt die Augen verdrehst und diesen Beitrag gleich wieder schließt, gib mir noch ein paar Sätze Zeit mich zu erklären. Ich kann es dir nicht verübeln, wenn du instinktiv zurück an die Schulzeit gedacht hast, an halb zerfallene Schulbücher und an meterweise Mitschriften, die du irgendwie am Abend vor der Prüfung noch in dein Gehirn prügeln wolltest. Aber das ist nicht das Lernen, von dem ich spreche. Ich spreche davon, neue Sachen zu lernen.

Was für Sachen zum Beispiel? Alles Mögliche. Allein in den letzten Monaten habe ich zum Beispiel gelernt welche Schritte notwendig sind, um sich selbstständig zu machen, wie man Onlinekurse erstellt, wie man einen Fahrradschlauch auswechselt und welche Möglichkeiten es gibt, sein Geld zu investieren. Tatsächlich war mir bisher gar nicht so sehr bewusst, wie gerne ich eigentlich neue Sachen lerne. Aber jetzt stehe ich kurz davor, mein eigenes Business zu gründen und plötzlich ist aus meinem unbewussten Hobby eine absolute Notwendigkeit geworden. Und ich kann euch sagen: Ich war noch nie so froh wie im Moment, dass ich so gerne neue Sachen lerne.

Dank der bösen Krise sind die Angebote, ganz einfach von zu Hause aus neue Dinge zu lernen, förmlich explodiert. Ich bin mir sicher, dass es irgendwo da draußen auch noch für den größten Lernmuffel das passende Format und das passende Thema gibt, um etwas Neues zu lernen. Und weil ich euch ja mit dem „Probier los“-Format immer ganz konkrete Ideen geben möchte, wie ihr selbst zu Hause Sachen losprobieren könnt, habe ich heute mal ein paar Anregungen für euch aufgeschrieben.

Neue Dinge zu Hause lernen - zum Beispiel Telugu (Vokabeln), VA-Onlinekurs (Laptop) und Handlettering (Osterkarten) als Collage
Ob Telugu, wie man sich als virtuelle Assistenz selbststädig macht oder schöne Osterkarten zu gestalten – alles habe ich freiwillig zu Hause gelernt

Für die Leser unter uns: (Sach-)bücher

Nachdem du diesen Blog liest, steht die Chance relativ hoch, dass du zumindest halbwegs gerne liest. Und auch beim Lesen kann man neue Sachen lernen. Wie? Mit Sachbüchern. Ich habe mich selbst lange dagegen gesträubt, freiwillig ein Sachbuch zu lesen. Das klingt ja schon so langweilig. Umso überraschter war ich, als ich festgestellt habe, dass das gar nicht unbedingt so ist. Richtig gute Sachbücher lesen sich meiner Ansicht nach teilweise besser als so mancher Roman. Und ganz nebenbei lernt man sogar noch was.

So geht’s: Tendenziell liest und lernt es sich natürlich immer leichter, wenn es um ein Thema geht, was einen wirklich interessiert. Wenn du ein Thema hast, zu dem mehr wissen willst, dann schau, ob es in dem Bereich Sachbücher gibt und welche davon dir zusagen. Wo? Zum Beispiel auf dieser Liste der (angeblich) besten Sachbücher aller Zeiten, die schon nach Kategorien vorsortiert ist. Oder auf dieser Liste, die zwar nicht so schön sortiert ist, dafür aber mit Cover-Bilern (manchmal ist ein bisschen Oberflächlichkeit okay finde ich) und mit etwas aktuelleren Büchern, von denen ich tatsächlich auch schon viel gehört und auch einige gelesen habe.

Ansonsten ist es für den Anfang auch keine schlechte Idee, sich in Bestseller-Listen umzusehen. Das sind zwar vermutlich nicht immer die fachlich wertvollsten Bücher, aber für gewöhnlich unterhaltsam geschrieben und für einen Leser, der mit dem Thema kaum bis gar nicht vertraut ist, definitiv auch noch mit genug Lernpotenzial. Wer kein (oder nur sehr wenig) Geld ausgeben möchte, kann auch mal in der Bücherei vorbeischauen (gibt’s auch für E-Books!)

Für die Praktiker unter uns: Tutorials

Lesen ist eher nicht so dein Fall, du willst alles gleich ausprobieren? Kein Problem. Spätestens seit es Youtube gibt, gibt es auch für alles ein Tutorial, in dem Schritt für Schritt gezeigt wird, wie eine bestimmte Sache geht. Und genau das ist auch das Geheimnis: Es wird gezeigt und (wenn überhaupt) dabei erklärt. Direkt in der Praxis zum Nachmachen.

Fun Fact: Momentan kommen in der Suche ganz oben Tutorials, wie man Haare schneidet bei Männern. Woran das wohl liegen mag. Aber auch abgesehen davon, gibt es eigentlich kein Problem, dessen Lösung nicht schon in einem Tutorial festgehalten wurde. Ich benutze Tutorials bevorzugt für Technik-Fragen, Koch- und Bastel-Ideen. Auch wenn Dinge repariert werden müssen (oder der Fahrradschlauch ein Loch hat), haben mir Tutorials schon geholfen. Aber wie gesagt, da gibt es nichts, was es nicht gibt.

So geht’s: Das sollte eigentlich selbsterklärend sein. Entweder gleich bei Youtube oder, wenn man anderen Anbietern auch eine Chance geben möchte, in der Suchmaschine der Wahl das Problem + „Tutorial“ eingeben und sich das aussuchen, das zeitlich, vom Vorschaubild her oder aus anderen Gründen am meisten zusagt. Auch mehrere Tutorials zu einem Thema anschauen oder das Video wechseln, wenn man nichts versteht, ist selbstverständlich erlaubt. Viel Spaß in der Youtube-Spirale.

Bilder-Collage: selbst gemachtes Müsli, Energy-Balls und Salate
Eine der Sachen, die ich am liebsten lerne – neue Rezepte zum Kochen und Backen (im Uhrzeigersinn: Granola, Energy-Balls, Schicht-Salat im Glas)

Für die Zuhörer unter uns: Podcasts

Podcasts sind so eine Sache, die es gefühlt jetzt auch schon wieder ewig gibt, die aber jetzt erst richtig aufblühen. Okay, vielleicht bin das auch nur ich, der das so geht. Für alle, die keine Ahnung haben, worum es geht: Podcasts sind (meistens) kürzere Beiträge zum Anhören, von denen regelmäßig neue Folgen veröffentlicht werden. Also ähnlich wie ein Blog, nur eben gesprochen statt geschrieben.

Das Schöne an Podcasts ist, dass man sie wunderbar nebenbei auf langen Fahrten, bei der Hausarbeit oder bei anderen Aktivitäten, die nur bedingt geistige Anwesenheit erfordern, hören kann. Für mich persönlich ist das gleichzeitig die am wenigsten anstrengende (allerdings auch am wenigsten effektive) Methode, neue Dinge zu lernen. Auch hier gibt es vermutlich nichts, was es nicht gibt. Meine Favoriten hier sind „Madame Moneypenny“, die das doch recht trockene Thema Finanzen sehr ansprechend erklärt, „Still und Stark“, das sich mit Introvertiertheit beschäftigt, und das „Gut drauf“-Format von „Hotel Matze“, was zwar nicht unbedingt als Weiterbildung gedacht ist, wo aber unheimlich viele spannende (Business-)Themen besprochen werden.

So geht’s: Podcasts lassen sich auf verschiedenen kostenlosen sowie manchmal auch kostenpflichtigen Plattformen finden. Am bekanntesten sind wohl iTunes (Apple) und Spotify. An dieser Stelle gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, man sucht sich erst einen Podcast, der einen interessiert und schaut dann, auf welchen Plattformen der verfügbar ist. Oder man hat eine bevorzugte Plattform und sucht dort nach interessanten Podcasts. Tendenziell lässt sich sagen, dass die „großen“ Podcasts auch auf allen großen Plattformen verfügbar sind. Ist der gewünschte Podcast gefunden, einfach nur bis Folge 1 zurückscrollen (oder einfach mittendrin einsteigen), auf Play drücken und loshören.

Übrigens: Auch viele Sachbücher gibt es als Hörbuch. Wer also gerne und gut beim Zuhören lernt, für den ist das vielleicht eine Alternative zum Lesen.

Für die Multimedia-Lerner unter uns: Onlinekurse

Auch Onlinekurse sind etwas, was ich erst in letzter Zeit für mich entdeckt habe. Ich war davon sogar so begeistert, dass ich gerne in Zukunft Geld damit verdienen möchte, Unternehmer bei der Onlinekurs-Erstellung zu unterstützen. Wovon genau ich da eigentlich rede? Ein Onlinekurs ist (im besten Fall) eine Zusammenstellung von mehreren Erklär-Videos, Tutorials, Workbooks und allen Materialien und Inhalten, um ein Thema wirklich zu lernen oder zu vertiefen.

Klar ist dabei der zeitliche und auch der finanzielle Aufwand etwas höher, dafür handelt es sich in der Regel aber auch um wirkliches Experten-Wissen, das man sich sonst nur durch extrem zeitaufwändige Recherche oder noch teurere Vor-Ort-Schulungen erarbeiten kann. Um mich auf meine Arbeit als virtuelle Assistenz vorzubereiten, habe ich zum Beispiel einen Onlinekurs gemacht, in dem ich die Grundlagen der Business-Gründung und der VA-Tätigkeit schnell und übersichtlich erklärt in nur wenigen Wochen lernen konnte.

So geht’s: Auch hier kann ich wieder nur empfehlen das gewünschte Thema + Onlinekurs einfach mal in die Suchmaschine der Wahl einzugeben und zu sehen, was dabei herauskommt. Wer gar keine Idee hat, kann sich auch bei udemy oder ähnlichen Plattformen umsehen, welche Onlinekurse dort angeboten werden. Auch die Volkshochschulen haben momentan viele ihrer Kurse online gestellt. Ist der Zugang zum Kurs erst einmal erworben, sollte sich hoffentlich von alleine erschließen (oder erklärt sein) wie der entsprechende Kurs genau funktioniert. An dieser Stelle möchte ich euch auch wirklich nochmal die Angst nehmen: Das ist wirklich nicht kompliziert.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Ideen geben, wie auch du freiwillig zu Hause neue Dinge lernen kannst. Manche der Tipps waren dir vielleicht schon bekannt, aber vielleicht war ja auch was Neues dabei. Jetzt ist es an der Zeit loszuprobieren.

Was wolltest du schon immer einmal lernen? Welche dieser Methoden bevorzugst du dafür?

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